Anlässlich des doppelten Jubiläums der LFS Stainz, Erzherzog Johann Schule
(50 Jahre Weststeirische Bauernschule und 40 Jahre Landwirtschaftliche Fachschule Stainz), wird bei diesem Symposium die Zukunft des landwirtschaftlichen Schulwesens diskutiert.
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Anlässlich des doppelten Jubiläums der LFS Stainz, Erzherzog Johann Schule (50 Jahre Weststeirische Bauernschule und 40 Jahre Landwirtschaftliche Fachschule Stainz), wird bei diesem Symposium die Zukunft des landwirtschaftlichen Schulwesens diskutiert.
Wie werden sich die Landwirtschaft und die landwirtschaftliche Bildung in der näheren und weiteren Zukunft entwickeln und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für das landwirtschaftliche Schulwesen?
Begleitend zum Symposium wird eine von SchülerInnen der LFS Stainz gestaltete Präsentation über Zukunfts-Strategien einzelner Landwirtschaftlicher Betriebe vorgestellt.
Moderation:
DI Johannes Schantl, Direktor der LFS Stainz
Robert Brunner, LFI Steiermark
Veranstalter:
LFS Stainz, Pädagogisches Referat der FA6C, LFI Steiermark und Ökosoziales Forum Österreich
Programm:
ab 08:30 Uhr: Begrüßung und Registrierung der TeilnehmerInnen
09:00 Uhr: Einleitung: DI Johannes Schantl, Robert Brunner
09:10 Uhr: Grußworte: LRin Mag.a Elisabeth Grossmann
09:20 Uhr:
Wie soll die Landwirtschaft im Alpenraum den Herausforderungen der Zukunft begegnen?
Dr. Franz Fischler, Präsident Ökosoziales Forum Österreich, Leiter der Zukunftskommission Landwirtschaft in Bayern
10:50 Uhr:
Zukunfts-Strategien der Landwirtschaftlichen Bildungsstätten in Europa
Dipl-Päd.in Elisabeth Hönigsberger, Pädagogin an der Weinbauschule Krems, Obfrau von EUROPEA Austria
11:40 Uhr:
Intensivlandwirtschaft und Nachhaltigkeit – Gegensatz oder Notwendigkeit?
DI Maximilian Hardegg, Gutsverwaltung Hardegg, NÖ
12:30 Uhr:
Mittagspause: Mittagsbuffet mit steirischen Spezialitäten „vom Stefflbauer“
14:00 Uhr:
Biologische Landwirtschaft – Nische oder Weg in die Zukunft?
Martin Ott, Stiftung Fintan Rheinau, Schweiz
15:00 Uhr:
(Neue) Wege in der landwirtschaftlichen Ausbildung in der Steiermark
HR DI Franz Patz, Leiter der Fachabteilung 6C - Landw. Berufsund Fachschulwesen
15:45 Uhr: Publikums-Forum
16:30 Uhr: Ende der Veranstaltung
Einladung als pdf zum Download
Anmeldung
Anmeldeschluss ist der 17.09.2010
Die alte Tradition der Fasergewinnung aus Brennnesseln soll in Stainz wiederbelebt werden. Das erste Versuchsfeld wird demnächst geerntet, bis zum Stoff ist es aber ein weiter Weg.

Foto © PrivatDie Fasernessel-Stecklinge
Sie hält, was ihr Name verspricht: Dementsprechend zählt die Brennnessel nicht unbedingt zu den beliebtesten Pflanzen. Ein gemeinsames Pilotprojekt der Lebenswerkstätten Stainz und der örtlichen Landwirtschaftlichen Fachschule könnte ihre Popularität aber erheblich steigern. Die Brennnessel soll nämlich als Rohstoff für die Erzeugung von Textilien eingesetzt werden.
"Die Idee ist nicht neu. Bei uns wurde die Brennnessel zuletzt vor und während des Zweiten Weltkriegs, als Baumwolle knapp war, verstärkt zur Stofferzeugung genutzt", erklärt Projektleiter Joachim Gründler von den Lebenswerkstätten Stainz. Mit dem zunehmenden Wohlstand sei das "Leinen der armen Leute" aber immer mehr in Vergessenheit geraten. "Wir wollen dieses Know-how wiederbeleben, bevor es verloren geht. Es geht nicht um Massenproduktion, sondern um die Schaffung einer nachhaltigen, regionalen Alternative", meint Gründl, im Brotberuf Energiemanager der Energieregion Schilcherland.
Die gewöhnliche Brennnessel ist dafür aber nur bedingt geeignet. Stattdessen kommen spezielle Fasernesseln mit einem bis zu fünfmal so hohen Faseranteil zum Einsatz. Die Faser wird übrigens nur aus den Stängeln gewonnen. "Die Stecklinge sind eine spezielle Züchtung aus Deutschland, bei der Frühaufzucht war uns die Gärtnerei Haas aus Lannach behilflich, für die Kultivierung am Feld ist die Landwirtschaftliche Fachschule Stainz zuständig", erläutert Gründler.
Für die Schüler ist das Brennnesselprojekt Teil des praktischen Unterrichts. Im Frühjahr wurden die Stecklinge auf einer Versuchsfläche von 0,1 Hektar eingesetzt. Läuft alles nach Plan, können die ausgewachsenen Pflanzen im September geschnitten werden. "Für uns ist das absolutes Neuland. Ich sehe es aber als Aufgabe unserer Schule, sich an solchen Versuchen zu beteiligen", so Direktor Johannes Schantl.
Aufwendige Gewinnung
Bis zum Hemd oder der Hose aus Brennesselfaser ist es aber noch ein weiter Weg. Nach dem Schnitt muss die Pflanze getrocknet werden, erst dann kann die Faser in einem aufwendigen Verfahren gebrochen werden. "Wir wissen selbst noch nicht genau, ob uns das gelingt", ist Gründler gespannt. Sollte die gewonnene Faser tatsächlich brauchbar sein, kommt sie zur Weiterverarbeitung in eine kleine Weberei in Bad Gams.
Gründler denkt indes schon einen Schritt weiter: "Die Brennnessel ist sehr vielseitig. Vom Verheizen über die Tee- und Pflanzenschutzmittelerzeugung bis hin zur Gewinnung als Biofarbstoff ist vieles möglich."
Stainzer Sonnevent 201050 Jahre Weststeirische Bauernschule - 40 Jahre Landwirtschaftliche
Die Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule Stainz feiert ein doppeltes Bestandsjubiläum. Großes Schul- und Absolventenfest am 19. Juni.
Gleich mehrere Gründe zum Feiern hat dieser Tage die Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule (LFS) Stainz: Zum einen begeht sie das Doppeljubiläum "50 Jahre Weststeirische Bauernschule und 40 Jahre Fachschule in Stainz". Zum anderen konnten umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen kürzlich abgeschlossen werden. All das wird am Samstag, dem 19. Juni, im Rahmen des heurigen Schul- und Absolventenfestes gefeiert. Unter dem Motto "Sonn-event" laden die Schüler zu einem bunten Mix aus Schulgeschichte, Unterhaltung und Kulinarik (siehe Infokasten).
Vorab lud Direktor Johannes Schantl gemeinsam mit Schülern des zweiten Jahrgangs zu einem Medienfrühstück, um auf die Entwicklung der landwirtschaftlichen Bildungseinrichtung zurückzublicken. "Landwirtschaftliche Ausbildungsformen gab es in Stainz schon ab 1954. Erster Meilenstein war die Eröffnung der ,Weststeirischen Bauernschule' im Jahr 1960. Zehn Jahre später wurde das damals komplett neu erbaute und heute noch genutzte Schulgebäude bezogen", erklärten die Schüler. Seitdem haben rund 1300 junge Menschen eine fundierte land- und forstwirtschaftliche Grundausbildung erhalten.
Hohe Auslastung
Aber auch was die Zukunft seiner Schule betrifft, muss sich Direktor Schantl keine Sorgen machen: "Mit aktuell 81 Schülern in drei Klassen haben wir den höchsten Stand der letzten 15 Jahre. Das Internat ist bis auf das letzte Bett belegt." Eines der Erfolgsrezepte sei die praxisnahe Ausbildung: "Wir versuchen, alle Bereiche abzudecken. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Landtechnik", so Schantl.

